Z. B. Hallstatt

Hallstatt ist ein kleiner Ort an den Ufern des Hallstättersees, der - an den schroffen Berghängen des Salzberges erbaut - eingewängt zwischen See und Berg, einzigartige Besonderheiten aufweist.
Steil aufragende Felswände die oft die Rückseite der Häuser bilden, dominieren das Ortsbild. Die Häuser vermitteln - übereinander "gestapelt" - den Eindruck, als würden sie aufeinander sitzen. Der Obere Weg, schmale Gässchen und unzählige Stufen, Stiegen und Treppen erlauben keine Autos und trotz der Enge strahlt der Ort die Lieblichkeit, den Reiz und die Unnachahmlichkeit eines Symbols für Jahrhunderte lange Siedlungs- und Kulturtradition aus.

Hallstatt ist untrennbar mit der Existenz von Salz verbunden.
Mittlerweile weiß man, dass in Hallstatt bereits seit über 7.000 Jahren Salz gewonnen wird. Im 2. vorchristlichen Jahrtausend entwickelte sich ein groß angelegter geradezu industrieller Salzabbau. Im Zuge archäologischer Ausgrabungen wurde 2004 die älteste Stiege Europas entdeckt, eine Spezialkonstruktion, die über das bereits hohe technische Know-how jener bronzezeitlichen Kultur Aufschluss gibt. 1846 entdeckte man im Hochtal oberhalb von Hallstatt jenes berühmte Gräberfeld, welches aufgrund seiner Größe (bis zu 4.000 Gräber werden insgesamt vermutet) und der Bedeutung, Qualität und Quantität der Fundstücke Hallstatt zum Namengeber für die Hallstattzeit (ca. 800 bis 450 v. Chr.) machte. Die Grabbeigaben lassen aufgrund von Reichtum und Herkunft auf europaweite Handelsbeziehungen schließen.

Die erhöht liegende katholische Pfarrkirche birgt einen spätgotischen Flügelaltar (nebst zwei weiteren Flügelaltären). "Symptomatisch" für die räumliche Enge in Hallstatt ist der kleine Friedhof mit seinem Karner (Beinhaus) der auf diese Weise den Kampf um jeden Quadratmeter ebener Fläche illustriert. Evangelische und katholische Bewohner liegen nebeneinander begraben und nach 10 - 15 Jahren wurden die sterblichen Überreste aus den Gräbern entnommen. Die Schädel wurden gebleicht und bemalt und gemeinsam mit den Röhrenknochen im Rahmen einer zweiten Bestattung im Beinhaus beigesetzt.

In Hochtal befinden sich das Gräberfeld, das Schaubergwerk und im nahen Obertraun die berühmten Dachsteinhöhlen mit der Rieseneishöhle, einer der größten Eishöhlen weltweit. Fährt man mit der Seilbahn weiter auf den Krippenstein, so hat man von dort einen großartigen Blick auf den nahen Dachsteingletscher oder von der Aussichtsplattform "5fingers" einen "Welterbeblick" auf Hallstatt.



zurück





Fotos © Barbara Kern, Torsten Kraft; office@barbarakern.at, Homepage: www.barbarakern.at