Die Goiserer Hand.Werk.Führung

Im Rahmen der Landesausstellung 2008 hat sich in Goisern ein neues touristisches Produkt entwickelt, eine Hand.Werk.Führung. Dieser Rundgang durch Handwerksbetriebe hebt die Vielfalt des Goiserer Handwerks hervor und unterstreicht so diese Besonderheit der Marktgemeinde Bad Goisern.

Jeder weiss, dass es den Goiserer Schuster gibt. Wer jedoch denkt bewusst an die 3 Geigenbauer, an den Buchbinder, an den Optiker, der Brillenfassungen aus Hirschhorn fertigt, an die alte Seifensiederei, die bis 2003 in Betrieb war, an die 4 Fleischhauereien, an die 2 Bäcker uvm.?

Hobel in allen Größenordnungen, sich stapelnde Papierrollen, ein 4.000 Liter fassender Kessel in einem an eine mittelalterliche Alchimistenküche erinnernden Gewölbe, der intensive Geruch von Leder, eine "Keeselhoaße" oder einfach der Duft von frischem Brot sind Sinneseindrücke, die im 3. Jahrtausend meist nurmehr in musealem Rahmen zugänglich sind.

In Goisern hingegen werden Produkte des täglichen Lebens oft noch mit traditionellem Handwerkszeug hergestellt. Das Handwerk lebt und erfährt in vielen Bereichen wieder einen Aufschwung. Jetzt wird es auch allen Interessierten zugänglich gemacht.

Die Strukturen von Goisern - eine Verbindung von Alt und Neu - wie z.B. das Hand.Werk.Haus und Schloss Neuwildenstein, die Kirchengasse und die Untere Markstraße, bilden ein stimmiges Ambiente für diese "Meisterroas", bei der auch Geschichtliches zu Goisern und Anekdoten nicht fehlen dürfen.

Das große Interesse und die begeisterten Reaktionen der Gäste haben der Idee Recht gegeben. Die Hand.Werk.Führung verleiht auf diese Weise sowohl dem Handwerk als auch Goisern selbst eine neue Wertigkeit.



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Fotos © Hans Scheutz; office@barbarakern.at, Homepage: www.barbarakern.at